Im Winter, wenn die Orangenkisten aus Sizilien bei uns ankommen, steht dieser Salat fast jede Woche auf dem Tisch. Meine Kinder lieben ihn, weil er so frisch und saftig ist, und ich liebe ihn, weil er ganz ohne Zucker auskommt. Reife sizilianische Orangen schmecken süß-säuerlich: Die Süße überwiegt, und eine feine Säure macht das Ganze frisch. Dazu ein bisschen Würze von Oliven und Zwiebel. Mehr braucht es nicht.
- Portionen: 4 als Vorspeise oder Beilage
- Zubereitung: ca. 15 Minuten
- Kochzeit: keine
- Schwierigkeit: einfach
Zutaten für 4 Personen
- 4 große Orangen aus Sizilien
- 1 kleine Fenchelknolle, gern mit etwas Grün
- ½ rote Zwiebel
- 12 bis 15 schwarze Oliven
- 4 Esslöffel natives Olivenöl extra aus Sizilien
- Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- ein paar Blätter frische Minze
Zubereitung
- Orangen schälen: Oben und unten eine Scheibe abschneiden. Dann die Schale mit der weißen Haut rundherum mit einem scharfen Messer abschneiden.
- In Scheiben schneiden: Die Orangen quer in knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden. Den Saft, der dabei austritt, in einer kleinen Schale auffangen.
- Zwiebel vorbereiten: Die Zwiebel in hauchdünne Ringe schneiden und 5 Minuten in kaltes Wasser legen. So wird sie milder.
- Fenchel hobeln: Den Fenchel halbieren, den Strunk herausschneiden und die Hälften hauchdünn hobeln oder schneiden.
- Anrichten: Die Orangenscheiben leicht überlappend auf einer Platte verteilen. Fenchel, abgetropfte Zwiebel und Oliven darüber geben.
- Würzen: Olivenöl mit dem aufgefangenen Saft verrühren und über den Salat träufeln. Mit Salz, Pfeffer und Minze vollenden und 10 Minuten ziehen lassen.
Stefanias Tipps
- Nicht zu kalt servieren: Bei Zimmertemperatur schmecken Orangen am aromatischsten. Ich nehme sie deshalb rechtzeitig aus der Speisekammer.
- Beim Öl nicht sparen: Weil nichts gekocht wird, schmeckt man das Olivenöl sofort heraus. Ein fruchtiges, frisches Öl macht den Unterschied.
- Farbe ins Spiel bringen: Wenn du Blutorangen bekommst, misch sie unter. Das sieht auf dem Teller wunderschön aus.
Woher kommt der Orangensalat?
Die „insalata di arance“ ist ein Gericht der sizilianischen Bauernküche. Im Winter, wenn die Orangen reif waren, kam auf den Tisch, was der Garten hergab: Orangen, Fenchel, Zwiebeln, Oliven und Öl. Bis heute gibt es auf der Insel viele Varianten, manche Familien geben etwa ein paar Kapern dazu.

Unsere Orangen aus Sizilien werden erst nach dem Bestellschluss gepflückt, der immer sonntags ist. Die Saison startet jedes Jahr im November. Den nächsten Bestellschluss siehst du immer aktuell oben im Shop und auf der jeweiligen Produktseite. Mehr über Sorten, Saison und Lagerung liest du in unserem Ratgeber zu Orangen aus Sizilien.
Häufige Fragen zum Orangensalat
Kann ich den Orangensalat vorbereiten?
Ja, Orangen und Fenchel kannst du einige Stunden vorher schneiden und abgedeckt kühl stellen. Öl, Salz und Pfeffer kommen erst kurz vor dem Servieren dazu, damit der Fenchel knackig bleibt.
Welche Orangen eignen sich am besten?
Am besten feste Tafelorangen, die sich gut in Scheiben schneiden lassen und süß-säuerlich schmecken, mit mehr Süße als Säure. Sehr saftige Saftorangen sind eher zum Pressen gedacht, weil sie beim Schneiden schnell auseinanderfallen.
Wozu passt der Orangensalat?
Er ist eine frische Vorspeise und passt wunderbar zu Fisch oder Gegrilltem. Bei uns gibt es ihn auch gern vor einer Pasta, zum Beispiel vor den Busiate mit Pesto alla trapanese.
Hol dir die Orangen aus Sizilien und ein gutes Olivenöl, und in einer Viertelstunde steht ein Stück Sizilien auf dem Tisch. Wie unser Öl entsteht, erfährst du im Ratgeber zum Olivenöl aus Sizilien.